Hier finden Sie Spartipps frei nach dem Motto: "Selbstgemacht ist immer noch am günstigsten!" Wir verraten kleine Tipps mit geringem Bastelaufwand, aber auch größere Bastelideen für geschickte Hände und/oder ausdauernde Sparfüchse. Probieren geht bekanntlich über studieren, also keine Angst vor Basteleien. Für die Bastelarbeit bzw. Bastelstunde müssen in der Regel auch nicht viele teure Materialien angeschafft werden, da man auch gut mit günstigen Baumarkt-Produkten oder Naturmaterialien kreativ tüfteln kann.
Sparsame PinselreinigungFarbroller (Lackierwalzen) bzw. Pinsel sollten in der Regel sofort nach dem Anstrich gereinigt werden. Auch wenn ein Sparfuchs sich diese lästige Arbeit nicht ganz sparen kann, so kann er sie doch vielleicht um einige Tage herauszögern. Wenn man nämlich in den darauffolgenden Tagen weitere Wände oder Möbel anstreichen bzw. lackieren will, genügt es, die feuchten Pinsel/Malerroller in Frischhaltefolie oder Alufolie einzuwickeln. Derartig verpackt ist das Malerwerkzeug auch ca. 2 Tage später noch für den Anstrich zu verwenden. Manchmal setzt die Farbwalze (Metallgestänge) allerdings leichten Rost an, also Vorsicht! Trotzdem ist diese Vorgehensweise immernoch besser als das langwierige und mühevolle tägliche Auswaschen der Walzen und Pinsel.
Sollten Sie einen gebrauchten Pinsel doch einmal vergessen haben und die Farbe ist hart geworden, dann sollten Sie die Borsten vorsichtig mit dem Hammer bearbeiten. Das Klopfen und Walken läßt den gröbsten Teil der angetrockneten Farbe abspringen, so daß man anschließend den Pinsel wie gewohnt mit Seife bzw. Pinselreiniger weiter auswaschen kann.
Nur wer sammelt, kann auch günstig basteln.
Basteln könnte so günstig sein, würde man nicht ständig dem Lockruf des Künstlerbedarfs & Hobby-Fachgeschäftes erliegen. Wer dennoch günstig Basteln will, der sollte seine Sammelleidenschaft wiederentdecken und eine große Bastel-Sammelkiste für Kleinkram im Hobbykeller deponieren. Darin läßt sich alles nur Erdenkliche sammeln und schon allein das spätere Wiederentdecken macht Spaß und fördert Inspiration und Kreativität.
Den Sammel-Schwerpunkt bzw. Inhalt ihrer Bastelkiste dürfen Sie natürlich selbst bestimmen und an Ihre Bastelei-Vorlieben anpassen. Bewährt haben sich Zapfen, Steine, Muscheln, Farben, Klebstoffe, Schnüre, Zahnstocher, Perlen, Murmeln, Drahtreste, Kabel, Speichen aus kaputten Regenschirme usw. Das alles sollte auf jeden Fall nicht in den Abfall, sondern in die Sammelkiste wandern.
Aber auch besondere
Verpackungen für Freunde des Modellierens (Gips, Zement, Ton, Knete) gehören in die Hobbykiste, um später als Bastelgrundlage dienen zu können. Die meisten Verpackungen sind einfach zu schade um sie direkt dem Recycling zuzuführen. Sie können als Formen, Gefäße, Schablonen noch viele praktische Hobby-Dienste verrichten. Beispiele gefällig: Die Innenverpackung von Neger- oder politisch korrekten Schaumküssen, Joghurt-Becher, Plastikformen aus Pralinen-Schachteln, pfandfreie Plastikflaschen, Eisbecher, Styropor (Schaumpolystyrol), sonstige formstabile Plastik-Umverpackungen usw.
Damit lassen sich z.B. Lampenschirme, Laternen oder Mobiles konstruieren. Man kann sie als einfache Gießformen für Kerzen und Seifen verwenden, oder als Grundformen für Gips- oder Betonfiguren nutzen.
Wer schon einmal Silikonformen bzw. Plastik-Gießformen oder auch Abformmasse in Bastel-Läden kaufen mußte, wird dankbar für die preiswerten Abformungs-Alternativen aus seiner Bastelkiste sein.
Serviettentechnik
Sobald die Tage länger werden, wächst auch die Zeit für kreative Hobby-Heimarbeit. Verbringen Sie doch ein paar nette Bastelstunden mit der sogenannten Serviettentechnik! Für diese Basteltechnik benötig man nur wenig Anleitung, das benötigte Material hält sich in Grenzen und trotzdem ist die Serviettentechnik relativ vielseitig anwendbar. Mit den unzähligen Farben und Motiven von Servietten lassen sich die unterschiedlichsten Deko-Materialien herstellen.
Mit der Serviettentechnik können Schalen, Vasen oder Dosen dekoriert werden. Bilder- und Keilrahmen aus naturbelassenem Holz können mit den Servietten beklebt und so individualisiert werden. Je nach Objekt, das Sie verschönern wollen, kann die ganze Serviette oder nur ein Teilmotiv verwendet werden. Von der Serviette wird nur die oberste, hauchdünne Lage mit dem entsprechenden Motiv verwendet. Diese Schicht wird auf die ausgewählte Fläche gelegt. Danach wird mit einem weichen Pinsel der Serviettenkleber/Klarlack von der Motivmitte aus nach außen vorsichtig aufgetragen. Nach dem Trocknen können nach belieben noch ein bis zwei Schichten Lack zur besseren Fixierung aufgetragen werden. Bei ebenen Flächen/Materialien kann der Gegenstand auch zuerst mit Serviettenkleber grundiert werden. Nach dem Antrocknen wird das Motiv aufgelegt, mit Backpapier abgedeckt und mit einem Bügeleisen bei mittlerer Temperatur aufgebügelt. Nach dem Auskühlen das Backpapier vorsichtig abziehen und das Motiv nochmals dünn mit Serviettenkleber/Klarlack bestreichen.